Auseinandersetzung mit dem 9. November

- einem Schicksalstag der deutschen Geschichte

Am 9. November 2009 jährte sich zum 20. Mal ein Ereignis, das in die Geschichtsbücher eingegangen war: der Mauerfall und die damit verbundene deutsche Wiedervereinigung. Auf Anregung des Kultusministeriums sollten an diesem Tag Projekte zur Stärkung der Demokratieerziehung durchgeführt werden.

Die Klassen 9M/10M nahmen diesen Gedanken gerne auf und gestalteten einen Projekttag zu diesem in der deutschen Geschichte denkwürdigen Datum. Bereits bei den Vorplanungen entdeckten sie, dass der 9. November auch schon früher ein besonderes Datum in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts war - im Gegensatz zum Jahr 2009 aber nicht immer ein Tag, der zu Jubel und Freude Anlass geben konnte.

So wurde am 9. November 1918 zwar die "Deutsche Republik" ausgerufen und das erste demokratisch strukturierte Staatswesen in Deutschland konstituiert, die damit verbundenen, teilweise bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen ließen jedoch nicht überall Jubelstimmung aufkommen. Und als am 9. November 1923 der Hitler-Ludendorff-Putsch in München scheiterte, bekam die junge Demokratie der Weimarer Republik zwar noch eine Atempause, nichtsdestotrotz war dieser Tag doch ein Vorbote der kommenden Naziherrschaft, die sich am 9. November 1938 in der Reichsprogromnacht endgültig demaskierte.

Die Schülerinnen und Schüler recherchierten die historischen Fakten eigenständig, organisierten ihre Arbeitsabläufe, hielten die Ergebnisse auf ansprechend gestalteten Plakaten fest und präsentierten schließlich ihre Arbeitsergebnisse einer interessierten Zuhörerschaft.

S. Gruber

   
   
   
   
   
   
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