Anfangsgottesdienst: "Acht Ziele für die Welt der Zukunft"

Armut, Krankheit und Hunger sind leider auch heute noch in großen Teilen der Welt traurige Realität.

Damit das nicht so bleibt, haben sich im Jahr 2001 die Länder der Welt verpflichtet, die Armut deutlich zu reduzieren und hierfür messbare entwicklungspolitische Ziele bis zum Jahr 2015 umzusetzen. Das Ergebnis sind acht grundsätzliche Ziele - die so genannten Millenniumsziele.

Um diese Ziele den Schülerinnen und Schülern unserer Schule nahezubringen, standen diese im Mittelpunkt unseres Anfangsgottesdienstes der Mittelschule. Wichtig war uns, dass alle acht Ziele zur Sprache kommen und zwei davon den Schülern exemplarisch anschaulich verdeutlicht werden sollten.

EingestimmtAnfangsgottesdienst durch ein Anspiel, bei dem ein Arbeitgeber eine Arbeitsuchende bei Vertragsabschluss finanziell und arbeitsrechtlich über den Tisch zog, weil diese nicht lesen und schreiben konnte, wurde schnell klar, wie wichtig Bildung - nicht nur - im Berufsleben ist.

Nach einer Hinführung über Ursprung und Bedeutung der Millenniumsziele stellten unsere Schüler diese dar:

,,Armut verringern": Weltweit sind unglaublich viele Menschen richtig arm. Mein Ziel ist es, dass der Anteil der Hunger leidenden Menschen bis 2015 halbiert wird."

"Schulbildung": Weltweit soll jedes Kind lesen, schreiben und rechnen können und Anspruch auf kostenlose Schulbildung haben.

"Gleichstellung": Weltweit sollen alle Mädchen und Jungen, Frauen und Männer die gleichen Rechte und Chancen haben.

"Kindersterblichkeit": Weltweit sterben immer noch kleine Kinder, weil sogar die wichtigste Versorgung fehlt. Mein Ziel ist es, dass sie die lebensnotwendige Hilfe bekommen.

"Müttersterblichkeit": Weltweit sterben viele Mütter bei der Geburt ihres Kindes, weil die notwendige medizinische Versorgung fehlt. Es bleiben tausende Waisenkinder einsam zurück. Mein Ziel ist es, die medizinische Versorgung der Mütter in jedem Land auf ein Mindestmaß zu bringen.

,,Ausbreitung schwerer Krankheiten" (HIV, Malaria):
Weltweit sterben viele Menschen an schlimmen Krankheiten, wie AIDS oder Malaria. Mein Ziel ist es, diese Krankheiten zum Stillstand zu bringen und allen Menschen eine medizinische Versorgung zu gewährleisten.

"Umgang mit der Umwelt sichern": Weltweit gibt es viele Menschen, die kein sauberes Trinkwasser und keine sanitären Anlagen haben. Mein Ziel ist es, die Lebensbedingungen aller Menschen auch in den Slums spürbar zu verbessern.

"Weltweite Partnerschaft für Entwicklung": Weltweit gibt es viel Ungerechtigkeit zwischen den Ländern. Mein Ziel ist es, eine gute Zusammenarbeit herzustellen, den armen Ländern ihre Schulden zu erlassen und ihnen bei der Entwicklung zu helfen.

In der Lesung (Mt 25,31-40) wurde die Notwendigkeit eines aktiven Einsatzes für notleidende Menschen unterstrichen. Als Gedanken zum Thema wurde ein zweites Ziel verdeutlicht. Viele Menschen leben weltweit von gerade mal 1 Dollar pro Tag. Von dem gezeigten "Einkauf' scheint es unmöglich, satt zu werden und sich gesund zu ernähren, geschweige denn sich Medikamente oder Kleidung zu kaufen.

Mittels eines Zitates von Arthur Schopenhauer ("Das Elend der Welt kann nur durch tätiges Mitgefühl überwunden werden, also durch eine Mischung aus Mitleid und Hilfe. ") wurden die Schüler zu einem aktiven Mitgestalten bei der Umsetzung der Millenniumsziele angeregt. In den Fürbitten wurde nochmals der Blick auf eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung für eine Welt mit Zukunft gelenkt.

Auch den Tod zweier unserer Schüler, Daniel und Sarah, brachten wir in einer Fürbitte vor Gott und betteten ihn ein in das gemeinsame Gebet des "Vaterunser".

Das nach dem Segen eingespielte Lied "Heal the World" von Michael Jackson gab den Grundgedanken des Gottesdienstes zusammenfassend wieder: "Denke über die Generationen nach und darüber, zu sagen, dass wir für unsere Kinder und Kindeskinder die Welt verbessern wollen, so dass sie wissen, dass sie in einer besseren Welt leben und darüber nachdenken, ob sie sie verbessern können." (Michael Jackson)

M. Grimminger

   
   
   
   
   
   
© 2012 Schillerschule Augsburg-Lechhausen Alle Rechte vorbehalten.