Osterputz - einmal anders

Sparen ist angesagt!

In Zeiten, wo sich in allen öffentlichen Kassen gähnende Leere breitmacht und auch der Finanzhaushalt der Stadt Augsburg dem berühmten Schweizer Käse immer ähnlicher wird, dürfen natürlich auch die Schulen nicht ungeschoren davonkommen.

So hatte das Schulamt dieses Jahr eine Osterüberraschung ganz besonderer Art für alle Schüler und Lehrer:
Nachdem inzwischen schon jeden Montag nicht mehr geputzt wird, entfällt dieses Jahr auch noch der Osterputz! Bravo! Mit uns kann man's ja machen. Im übrigen ist es ja egal, ob die Fenster einmal im Jahr gereinigt werden oder nur alle zwei Jahre, nach drei Monaten sehen die Scheiben eh aus wie Milchglas. Tja, da könnte man ja eigentlich demnächst überhaupt. .. ! Halt keine Prognose für die Zukunft, bitte. Bleiben wir in der Gegenwart! Was hilft alles Schimpfen, Zetern und Jammern? Ist es nicht besser, ein kleines Licht anzuzünden, als über den großen Dreck pardon, über die große Dunkelheit zu schimpfen? Und welchem Schüler würde es nicht besser gefallen, am letzten Schultag vor den Ferien sich lieber ein bißchen körperlich zu betätigen und seinen Arbeitsplatz sauber zu halten, als bis zum letzten Tintentropfen die tägliche Schlacht mit Buchstaben und Zahlen auszufechten? Immerhin könnte man es ja auch "Praktische Arbeitslehre" nennen und somit das pädagogisch und didaktisch strapazierte Lehrergewissen beruhigen:

Also, gesagt, getan. Bewaffnet mit Besen, Schrubbern, Putzlappen. Fensterreinigern, Staubsaugern und anderen ungewöhnlichen Schulsachen, übrigens alle aus privaten Beständen, gingen die Schüler der Eingliederungsklasse 7-9 ans Werk. Auf dem Programm standen das Klassenzimmer, die einst von Schülerhand selbst tapezierte Garderobe, der Gruppenraum sowie alle Fenster dieser Räume. Der ansonsten für diese Art von Arbeit zuständige Fachmann im blauen Kittel fand die gesamte Aktion nicht förderungswürdig und verweigerte deshalb die Herausgabe und Benützung hauseigener Putz- und Arbeitsmittel. Naja, was soll's?

Und dann ging's ab! Den Boden zu kehren und dann zu schrubben, war eine der leichteren Disziplinen, ein Fenster streifenfrei zu putzen, das erforderte schon ein wenig Übung! Alle Tische und Stühle raus und dann wieder hinein ins Klassenzimmer, da weiß hinterher jeder, was er getan hat. Nach zwei Stunden bewegten sich selbst die, die ihre Hausschuhe immer gerne vergessen, nur noch auf Zehenspitzen, damit der Boden ja nicht schmutzig werde.

Um den Hygieneschock zu verkraften, setzten sich anschließend alle an den Tisch und es wurde Tee gekocht, Kuchen und Süßigkeiten serviert und in froher Runde Ostern gefeiert. Jeder hatte das Gefühl, einen Beitrag für die Allgemeinheit geleistet zu haben und wieder einmal in einem gründlich gereinigten Klassenzimmer zu sitzen. So hat eben alles seine zwei Seiten. Es kommt eigentlich immer nur darauf an, was man daraus macht!

Osterputz

   
   
   
   
   
   

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