Aus den Problemfeldern, die uns vom Innenministerium als inhaltlicher Schwerpunkt für diesen Besuchstag angeboten wurden, einigten wir uns überraschend schnell auf das Thema "Ausländer- und Asylrecht". Hierzu fanden wir sehr viele Zeitungsartikel, denn über mehrere Wochen hinweg beherrschten Reizthemen wie "Kurdenkrawalle", "Kirchenasyl" usw. die Medien. Wir sammelten, sichteten und diskutierten unser Material und fuhren am 22. April gut informiert nach München.

Vor dem Innenministerium wurden wir von Herrn Fruth begrüßt, einem ehemaligen Lehrer unserer Schule, der jetzt Schulklassen am Lernort Staatsregierung betreut. Im Sitzungssaal des Innenministeriums gab er uns zunächst einen Überblick über das Politische System Bayerns. Unser erster Fachreferent, Herr Flierl, erläuterte danach den doch sehr komplizierten Aufbau des Innenministeriums mit Hilfe eines Organisationsplans und gab uns bereitwillig Antwort auf weitergehende Fragen.

Nach einer kurzen Pause stellte sich uns Frau Frowein vor, die für unser spezielles Thema "Ausländer- und Asylrecht" zuständig war. Hatten wir uns innerlich eher auf einen längeren Fachvortrag eingestellt, so wurden wir angenehm überrascht. Frau Frowein ermunterte uns sofort mit ihrer Ausgangsfrage: "Wer ist eigentlich Ausländer?" zu einer lebhaften Diskussion. Interessante Schlagworte wie "Wirtschaftsflüchtlinge", "Schlepperorganisationen", "Asylverfahren", "Einwanderungsgesetze" usw. wurden erklärt und mit den neuesten Zahlen und Fakten untermauert.

Nach informativen 90 Minuten schloß sich noch eine kurze Führung durch das Innenministerium an. Einer der Höhepunkte des Tages bestand wohl darin, daß wir uns im Arbeitszimmer von Innenminister Dr. Günther Beckstein genau umsehen durften. Einige von uns nahmen sogar für ein Erinnerungsfoto in seinem Sessel Platz. Jetzt hatten wir uns unser Mittagessen redlich verdient, das wir in der Kantine des Landwirtschaftsministeriums einnehmen konnten.

Inzwischen war es früher Nachmittag geworden. Herr Fruth führte uns durch den Hofgarten zur Bayerischen Staatskanzlei, deren Aufgaben er uns noch kurz erläuterte. Mit Erinnerungsstücken wie Stofftaschen, Aufklebern und Broschüren machten wir uns anschließend auf den Weg zum Bahnhof.

Dieser Tag in München - ein "Highlight" des Sozialkundeunterrichts!

Sylvia Gruber

   
   
   
   
   
   
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