Er legte in seinem Beitrag den Schwerpunkt nicht so sehr auf das Thema "Drogen", sondern befaßte sich vielmehr mit der Problematik "Sucht" allgemein und stellte in einem Kurzreferat das "ABC der Süchte" vor, das von "Abenteuer-Sucht" über "Eß-Sucht", "MagerSucht" bis zu "Zank-Sucht" reicht.

Vorbeugen 01Ausführlich ging Herr Lehmann dann auf die Aufgabe der Schule bei der Sucht-Prävention ein und erläuterte in Auszügen eine Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst zu dieser Thematik. Dabei betonte er immer wieder, daß ... "Schule auf die Vorleistungen und Mitarbeit des Elternhauses sowie auf das Vorbildverhalten der Erziehungsberechtigten angewiesen sei." Ziel der Erziehung durch Elternhaus, Kindergarten, Schule etc. müsse es u. a. sein, bei Kindern und Jugendlichen ein positives Selbstwertgefühl aufzubauen, in ihnen die Bereitschaft zu wecken, mit Wider-ständen fertig zu werden. Kernstück jeder erfolgversprechenden Suchtprävention sei das pädagogische Bemühen um die Entwicklung des Kindes zu einer ... "zu eigenverantwortlicher Lebensgestaltung fähigen Persönlichkeit, die gelernt hat, rechtzeitig NEIN sagen zu können, für die ein Leben ohne Mißbrauch von Drogen selbstverständlich ist."

In diesem Zusammenhang betonte Herr Lehmann auch die Notwendigkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung und bat die Erwachsenen, den Kindern dabei zu helfen, Alternativen zu übermäßigem Fernseh-, Video- und "Drogen"-Konsum zu finden und wahrnehmen zu können. Mit dem Satz : "Das Wissen um die Droge ist ein Stück Macht gegen die Droge" beendete Herr Lehmann sein Referat und übergab dasWort Herrn Schlichtherle, Kriminalhauptmeister vom Kommissariat 14.

Vorbeugen 02Schwerpunkt der nun folgenden Ausführungen war ebenfalls der Gedanke, daß Vorbeugung besser als Abschreckung sei. Aus diesem Grunde hat die Polizei ein Präventionsprogramm erarbeitet, das vor allem Jugendliche während der Pubertät ansprechen soll, wo sie sich ja erfahrungsgemäß in einer besonders schwierigen Entwicklungsphase befinden. Es folgte die Vorführung eines Videos zur Drogenproblematik, wobei vor allem auf die Frage eingegangen wurde, was man unter harten bzw. weichen Drogen versteht, welche Ursachen der heute ständig steigende Drogenkonsum habe und wie man wirkungsvoll dagegen ankämpfen könne. In diesem Zusammenhang wurde immer wieder betont, daß das Drogenproblem durch alle Gesellschaftsschichten gehe, daß Eltern hier eine wichtige pädagogische Funktion haben, um Kinder "mit Stabilität zu versehen". Nur dort, wo Kinder menschliche Wärme und Zuneigung erfahren, wo man ihnen Aufmerksamkeit schenkt, wo man ihnen beim "Erwachsenwerden" zur Seite steht; nur dort könne man den Herausforderungen unserer Gesellschaft - Leistungsdruck, Angst vor Arbeitslosigkeit, Sorge vor Versagen in Familie, Schule und Beruf usw. - wirkungsvoll begegnen.

Herr Rosenkranz, pädagogischer Leiter der Drogenhilfe Schwaben e. V., ergänzte Herrn Schlichtherles Ausführungen und wies darauf hin, daß die genannte "Drogenhilfe Schwaben" einen sog. "Elternkreis" eingerichtet habe, daß es einen "Telefon-Service" und ein "Jugendcafe" gebe, mit dem Ziel, durch die Begegnung in der Gemeinschaft gegen Drogenmißbrauch gefeit zu sein.

In der abschließenden Diskussion - geleitet von Frau Gruber - wurde auch von den Eltern immer wieder darauf hingewiesen, welch wichtige Rolle in der Erziehung das Elternhaus spiele und daß besonders den Gefahren des Drogenkonsums in unserer Zeit mit sachlicher, kindgerechter Diskussion begegnet werden müsse.

R. Lehmann / K.-H. Maxzin

   
   
   
   
   
   
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