Karriere im Handwerk - Unternehmer stellen sich vor

Handwerksbosse bei den Lechhauser Achtkläßlern

"Karriere im Handwerk-Unternehmer stellen sich vor". Unter diesem Motto ging zwischen Januar und März 1994 im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 25jährigen Bestehen der Hauptschule eine groß angelegte Gemeinschaftsaktion der Handwerkskammer für Schwaben und der Augsburger Hauptschulen über die Bühne,

die sich bei insgesamt sieben Veranstaltungen vor allem an die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe und deren Eltern wandte. Und so waren auch die Achtkläßler der Schillerschule mit von der Partie, als sich am 3. März 1994 "Deutschlands vielseitigster Wirtschaftsbereich" den Lechhauser Schülern an der Goetheschule von seinen vielen attraktiven Seiten erstmals in einer neuen, über das bisher Gewohnte und Bewährte hinausgehenden Form präsentierte.

HandwerkWie schon bei früheren Veranstaltungen ähnlichen Zuschnitts konnten an Hand von Schautafeln und reichlich zur Verfügung stehendem Informationsmaterial anschauliche Einblicke in Aufgaben und Tätigkeiten zahlreicher Berufe aus den verschiedenen Bereichen des Handwerks gewonnen werden. Auch die kompetente Information aus erster Hand über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten kam nicht zu kurz, begegnete man doch einer ganzen Reihe "leibhaftiger" Innungsvertreter und Handwerksmeister , vom Steinmetz über den Kfz-Meister und den Tischler bis zum Konditor. Im persönlichen Gespräch standen sie Schülern, Eltern und Lehrern Rede und Antwort, die diese Gelegenheit in großer Zahl nutzten.

In diesem Jahr ging die Handwerkskammer allerdings noch einen Schritt weiter. Sicher nicht nur um die momentan fehlenden Nachwuchskräfte zu aktivieren, sondern vor allem auch um die durchaus attraktiven Karrierechancen im Handwerk einer breiten Öffentlichkeit zu dokumentieren, informierten bei den sieben Veranstaltungen jeweils zwei "Handwerksbosse" über ihren beruflichen Werdegang und ihren typischen Tagesablauf in interessanten und kurzweiligen Diavorträgen. An der Goetheschule übernahm diese Aufgabe zum einen Bäckermeister Wolfgang Kleinert , Chef der bekannten Bäckerei Jakob. "Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Hauptschule" begrüßte er die Lechhauser Achtkläßler bei seinem Referat. Damit stellte er den Bezug her zu seinem eigenen qualifizierenden Abschluß, den er im Jahre 1970 an der Schillerschule (!) absolviert und der somit am Anfang seines Aufstiegs zum selbständigen Unternehmer gestanden hatte. Der zweite "Handwerksboß zum Anfassen" war Malermeister Walter Ehle, mit seinem Betrieb ebenfalls in Lechhausen ansässig. Beide verstanden es, in ihren engagierten Referaten deutlich zu machen, daß ein Handwerksberuf nicht nur eine Quelle des Geldverdienens darstellt, um den Lebensunterhalt bestreiten und Freizeitaktivitäten finanzieren zu können, sondern daß im Handwerk der Beruf noch etwas mit Berufung zu tun hat , Befriedigung schafft und Selbstverwirklichung ermöglicht.

Und so konnten die zahlreich erschienenen Besucher bestätigt finden, was Rektor Hermann Mayer von der Goetheschule bereits in seinen einleitenden Worten hervorgehoben hatte, nämlich daß "Handwerk nicht nur Handarbeit sei, sondern auch Denken, Planen, Erfinden, Gestalten, Verwalten und unternehmerische Tätigkeit, ein ganz vielseitiger, den Menschen ausfüllender Wirtschaftsbereich, der beste Chancen zum beruflichen Aufstieg biete und nicht zuletzt eine Vielzahl von Ausbildungsplätzen in der heutigen wirtschaftlich doch etwas schwierigen Zeit" - ein nicht zu unterschätzender Aspekt in der aktuellen Situation!
Es ist daher nicht verwunderlich, daß bei Lehrern und Schülern - wie eine anschließende Fragebogenaktion ergab - das Echo auf die Veranstaltungsreihe überwiegend positiv ausfiel, wenn es im Detail auch durchaus noch Optimierungsmöglichkeiten geben mag. Schon allein die Tatsache, daß nahezu 45% der befragten Achtkläßler angaben, eine Ausbildung im Handwerk anzustreben, und über 60% den Wunsch äußerten, sich später einmal selbständig machen zu wollen, sollte Ermunterung und Anstoß sein, auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren und die Aktion in kommenden Schuljahren zu wiederholen. Dabei erschiene es aus unserem Blickwinkel wünschenswert, sich vielleicht in Zukunft noch etwas mehr an den konkreten beruflichen Interessen der Schüler zu orientieren, die ja zum größten Teil schon über ein im vorangegangenen Arbeitslehreunterricht erworbenes Vorwissen verfugen, da sie auf ihre Berufswahlentscheidung gerade in der Hauptschule in vielfältiger Weise zielgerichtet und gewissenhaft vorbereitet werden. Daß bei dieser Vorbereitung stets auf die tatkräftige Unterstützung durch das Handwerk Verlaß ist, darf zu guter Letzt ebensowenig unerwähnt bleiben wie der Hinweis auf die langjährige Tradition enger Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Hauptschule in Augsburg, und hierbei - seit dem Start der Arbeitslehre im Jahre 1969 - besonders intensiv an unserer Schule!

G. Breunig, Konrektor

   
   
   
   
   
   

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