Galicien als Todesküste

Eine Ausstellung der Klasse 4b

Am 19. November 2002 zerbrach vor der galicischen Küste Spaniens ein Öltanker, er versank im Meer.

In den Medien konnte man sehr viel darüber lesen. Wir waren von dem Unglück so betroffen, dass wir Zeitungsausschnitte sammelten, die Nachrichten aufmerksam verfolgten und im Unterricht darüber sprachen.

Umweltschützer hatten vergeblich gefordert, die Ladung des Schiffes mit Tankschiffen abzupumpen. Der schlimme Zustand des Tankers war schon mehrfach kritisiert worden, doch keiner kümmerte sich darum. Nun trieb ein heftiger Wind das klumpige Öl Richtung Küste.

Wir fanden heraus, dass die zähe Masse an den Küstenabschnitten alles Leben erstickte: ein großes Sterben von Seevögeln und Fischen würde die Folge sein. Das Schweröl verklebt das Gefieder der Vögel, die dann nicht mehr fliegen können und erfrieren. Auch andere Meeresbewohner überleben diese Katastrophe nicht; Krebse verlieren dadurch ihren Orientierungssinn und finden den Partner nicht mehr, um sich fortpflanzen zu können.

Bei geringer Wassertemperatur klumpt das Öl zusammen, doch es wird in den nächsten Jahren immer wieder aus 3600 Meter Tiefe auftauchen. Gleichzeitig wird eine besondere Algenart sich vermehren, unter der kein Lebewesen mehr existieren kann.

In der Aula unserer Schule stellten wir einige Texte dazu aus.
Außerdem versuchten wir, uns in die "Gedanken" von bedrohten Tieren hineinzufühlen und Bilder dazu zu malen. Manchen von uns fiel schwer, in ein schönes, hellblaues Delphinbild schwarzes Öl fließen zu lassen. Wie schrecklich muss es dann erst für die Tiere sein?!

Obwohl man jetzt nichts mehr in der Zeitung darüber lesen kann, kämpfen die Menschen dort um eine saubere Küste. Der Kampf wird noch Jahre dauern ...

D. Novak

   
   
   
   
   
   

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